30. Januar 2004

Fast Forward (Schneller Vorlauf)

Erste Station nach Cabo Polonio/Uruguay war Cordoba/Argentinen.
Eine Stadt die uns gefiel , vielleicht wegen der paar Sehenswuerdigkeiten die alle um einen Platz angeordnet sind so das man sie locker an einem Tag abgearbeitet hat, oder vielleicht wegen des taeglichen,leckeren,ueppigen,tropischen Fruehstuecks fuer 1 Euro (mit Aussicht), oder doch nur wegen des landeshoechsten Anteils schoener
Frauen.


Kathedrale in Cordoba

Nur eine halbe Stunde von Cordoba entfernt befindet sich gleich das
Urlaubsgebiet fuer die gestressten Stadtmenschen - Villa Carloz Paz - ein kleines Oertchen direkt an einem schoenen See welches am Tage alle Moeglichkeiten sportlicher und touristischer Aktivitaeten und Nachts Party bis zum umfallen bietet.
Nach unserem kleinen Abstecher dorthin entschlossen wir uns dort
Sylvester zu verbringen.
Am 31. jedoch kam alles etwas anders - just an diesem Tag wollte sich
Carola, unsere Bekanntschaft aus Uruguay, unserer “Reisegruppe”
anschliessen.
Da wir uns nicht vorstellen konnten das in der dritt groessten Stadt
Argentiniens an Sylvester kein Taxi mehr zu bekommen waere - verpassten
wir uns am Busterminal und …….
Jedenfalls wurde es zu spaet fuer Villa Carloz Paz und so blieben wir
Neujahr in Cordoba.
Gerade noch rechtzeitig bekamen wir (nun zu dritt) einen Platz in einem
besseren Restaurant und erlebten dort etwas unspektakulaer 00:00 !
Zu Sylvester wird hier merkwuerdiger Weise nicht soviel aufhebens um die
magische Uhrzeit gemacht wie vergleichsweise hier zu Weihnachten. Etwas
ungewohnt, wo doch in Deutschland in der kleinsten Huette der Countdown
mitgebruellt wird :D.
Um 02:00 Uhr ging es dann ,um dem Abend doch noch etwas Partyanstrich zu
verleihen, an den Rand der Stadt zu einem ueberfuellten OpenAir Rave (
70 % weiblich, wo hat man sowas schon in Deutschland :) ).
Ein guter Abschluss des Jahres und ein guter Abschluss fuer Cordoba,
weiter gings nach Mina Clavero.

Auf dem folgenden Bild sieht man 2 wichtige Schilder - die in Mina
Clavero an mehreren zentralen Stellen angebracht sind.

Auf dem Links steht (etwas frei uebersetzt) “Verboten: Anbieten von
Zimmern und Inmobilien auf offener Strasse !”.
Auf dem Rechts “Amigo Tourist: Zu ihrer eigenen Sicherheit - mieten sie
nicht auf offener Strasse !”
Wichtige Schilder die wir sofort sahen … NACHDEM wir auf offener
Strasse ein Casa angeboten bekamen und NACHDEM wir es auf offener
Strasse mieteten :D.
Ein schoenes,preiswertes Casa mit Wohnkueche ,Bad und 2 Schlafzimmer.
Preiswert bis zum Tag 2 als es ploetzlich am fruehen,fruehen Morgen an
der Tuer haemmerte und die Besitzerin vor meinen verschlafend
dreinschauenden Augen ploetzlich das Doppelte verlangte mit nicht
nachvollziehbaren Begruendungen.
Wir handelten den Aufschlag nochmal um die Haelfte runter und legten uns
,noch mit Fragezeichen ueber dem Kopf, wieder schlafen.
Der Ort selber war wieder einer der schoenen Sorte - am Fluss welcher
die Stadt durchquert gab es Straende und Wiesen und folgt man dem
Flusslauf in Richtung Berge kann man von Felswaenden in natuerlich
gebildete Wasserbecken springen.


Mina Clavero

Wir sprangen weiter nach Potrerillo.
Eine Zwischenstation um mal etwas Brown Water Rafting zu betreiben.
Die Unterkunft war im Vergleich zu allem Bisherigen geradezu luxurieos.
Niegelnagelneue Blockhuetten mit sehr guter Ausstattung inmitten eines
Bergpanoramas.
Wir drei waren es die den ebenfalls neuen Swimmingpool einweihten.
Leider war es nur moeglich eine Nacht zu bleiben da alles ausgebucht
war.


Potrerillo

Etwas traurig zogen wir weiter nach Mendoza.
Arg wieder eine grosse Stadt - Nix fuer mich,ich schlenderte nur etwas
durch die Strassen, setzte mich in Parks oder verbrachte einige Zeit in
Cybercafes.
Das herausragenste an Mendoza war fuer mich das 650 gramm Baby Steak
(ist der Name ironisch gemeint?) welches ich am letzten Tag genuesslich
verspeiste. Mmhhhh .
Bezeichnend ist : wir haben keine Fotos von Mendoza - Sorry.

Von Puenta del Inca haben wir aber welche.
Der Name des Ortes -Bruecke der Inca- ist etwas irrefuehrend, denn die
Bruecke die dem Ort den Namen gibt wurde nicht, wie man nun
faelschlicher Weise annehmen koennte, von den Incas erschaffen sondern
wurde vielmehr durch natuerliche Erosion gebildet.
Die heissen Schwefelquellen liessen die verschiedensten Farben entstehen
und in den Resten des Thermalbades eines durch Erdbeben zerstoerten
Luxuskurhotels kann man noch immer ein heisses und angeblich gesundes
Bad nehmen.
Wichtiger jedoch ist die Rolle des Ortes als Ausgangspunkt fuer
Expeditionen zum annaehernd 7000 Meter hohen Aconcagua.
In einem kleinen Imbiss in Puenta del Inca haengt noch immer ein
vergilbtes Foto von Reinhold Messner welcher die schwierigste Route des
Aconcagua als erster bezwang.
Und was der kann…. so machten wir uns auf zum Aconcagua.

Autor: Raik - Kategorie: Argentinien

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